Sonntag, 6. September 2026
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Ein Karriereende durch Taubheit: Die Geschichte eines Basketball-Profis

Ein ehemaliger Basketball-Profi spricht offen über die Herausforderungen, die ihn zum Karriereende gezwungen haben. Taubheit in den Händen war nur der Anfang.

Von Maximilian Richter12. Juni 20262 Min Lesezeit

Es war ein ganz normaler Tag im Training. Ich erinnere mich, wie ich den Ball dribbelte, die Gelenke knackten, und mein Herz im Brustkorb hämmerte. Doch plötzlich spürte ich etwas Merkwürdiges in meinen Händen. Eine Taubheit setzte ein, fast wie ein unangenehmes Kribbeln, das sich nicht mehr legte. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte, aber ich wollte es nicht wahrhaben. Basketball war mein Leben, mein Traum, und ich konnte einfach nicht zulassen, dass so etwas Kleines, wie taube Hände, mich aufhalten würde.

Aber es wurde nicht besser. Die Taubheit wurde zur ständigen Begleiterin, und mit ihr kam die Angst. Angst, dass ich nie wieder spielen könnte, Angst, dass dies das Ende meiner Karriere sein könnte. Du könntest denken, das wäre übertrieben, aber für mich war der Basketball nicht nur ein Sport. Es war mein Weg, mich auszudrücken, meine Leidenschaft. Ich bin aufgewachsen mit dem Traum, in der NBA zu spielen, und ich hatte es geschafft. Doch jetzt schien alles zu zerbrechen.

Es gab Tage, an denen ich nicht einmal in der Lage war, den Basketball richtig zu fangen. Ich war frustriert, wütend und zugleich traurig. Ich wollte nicht der Spieler sein, der aufgegeben hat. Freunde, Trainer und Familie versicherten mir, dass ich kämpfen sollte, dass ich einfach weitertrainieren sollte. Aber es war nicht so einfach. Die Taubheit hielt mich davon ab, intensiv zu trainieren, und ich wusste, dass ich, wenn ich nicht aufhörte, mir ernsthaften Schaden zufügen könnte.

Ich erinnere mich, wie ich eines Abends allein in der Halle war. Das Licht war schwach, und das Geräusch des Balls, der gegen den Boden prallte, war das einzige, was ich hörte. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich nicht mehr der Gleiche sein würde. Mein Körper hatte entschieden, dass die Zeit für den Abschied gekommen war. Es war eine tiefe Einsicht – die Liebe zum Spiel bleibt, aber mein Körper sagte mir, dass ich weiterziehen musste.

Das Karriereende war hart. Ich habe geweint, als ich meine letzten Spiele absolvierte. Doch es gab auch eine gewisse Befreiung. Ich sollte nicht mehr kämpfen müssen, nicht mehr gegen meinen eigenen Körper oder gegen die Zeit. Stattdessen konnte ich nach vorne schauen und neue Wege finden. Ich habe meine Leidenschaft für den Sport in anderen Bereichen entdeckt, arbeite jetzt an einer Trainerkarriere und versuche, das Wissen, das ich während meiner Zeit als Spieler gesammelt habe, weiterzugeben.

Es ist nicht leicht, loszulassen. Aber in dieser schwierigen Zeit habe ich gelernt, dass es im Leben immer einen neuen Anfang gibt. Und manchmal führt uns das, was wir als das Ende betrachten, zu neuen Zielen und Träumen, die wir vorher vielleicht nicht gesehen haben.

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